Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und Göttern heilig gewesen. Die 6 Vestalinnen (altrömische Priesterinnen der Vesta) hatten dafür zu sorgen, dass niemals das heilige Feuer ausging.
Am Ostermorgen tanzt die Sonne bei ihrem Aufgang. Um ihr Tanzen zu sehen, ging man mancherorts frühmorgens auf die Berge. Man begrüsste die tanzende Sonne, in dem man selber tanzte.
Das Urfeuer war die Sonne, sie wurde u.a. in Ägypten göttlich verehrt. Die Osterfeuer wurden bereits in heidnischer Zeit praktiziert. Denn man versuchte so, die Sonne mit dem Frühlingsfeuer magisch auf die Erde herab zu ziehen. Auch Flammenräder ließ man von Hügeln hinabrollen.
Mit den Osterfeuern wurde im Frühjahr die Sonne begrüßt. Sie galten auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit, des Wachstums, der Ernte....
Am Abend des Ostertages leuchten von den Anhöhen die Osterfeuer, brennende Räder rollen zu Tal und leuchtende Scheiben werden in hohen Bögen über die Felder getrieben. So weit der Lichterschein dieser Feuer reicht, bringt er dem Lande Glück und Gedeihen. Früher wurden diese Osterfeuer auf besondere Weise entzündet. Wenn man zum Osterberge ging, löschte man zuvor im Hause das Herdfeuer.
Auf dem Berge wurde dann neues Feuer entzündet mit Stein und Stahl - dem altertümlichen Feuerzeug. Nur das auf diese Weise entzündete Feuer galt als heilig, es galt als das Feuer der verjüngten Jahressonne, das auf die Erde kam. Wenn die Feuer auf den Bergen erloschen waren, nahm man brennende Fackeln mit, um zu Hause das Herdfeuer wieder in Brand zu stecken.
Zum Scheiterhaufen des Osterfeuers musste jeder Holz oder anderen Brennstoff beisteuern, den die Jugend des Dorfes, Lieder singend, einsammelte. Im Feuer wird häufig eine Strohpuppe verbrannt - es dürfte ein Sinnbild des sterbenden Winters sein